Tipps vom Bier-Somelier

Bierkultur zu Hause - 5 Regeln für perfekten Bier-Genuss


Regel 1: Nicht zu kalt, nicht zu warm

Bier entfaltet weder eiskalt noch lauwarm seinen besonderen Geschmack. Es sollte deshalb optimaler Weise bei 5 bis 8 Grad Celsius gelagert werden. Die beste Trinktemperatur liegt bei 8 bis 10 Grad Celsius. Bier gehört folglich niemals in den Gefrierschrank. Größere Temperaturschwankungen sollten möglichst vermieden werden.

Regel 2: Nur Frisch darf auf den Tisch

Bier ist lebendig. Es verändert sich sogar dann noch, wenn es in Flaschen abgefüllt ist. Wer den unverfälschten Geschmack erleben will, für den ist Frische oberstes Gebot. Vermeiden Sie unnötig lange Lagerzeiten. 

Regel 3: Bier ruht gern dunkel und kalt

Auch wenn es ungemütlich klingt: Bier mag sein Lager gern dunkel und kalt. Licht hat einen schlechten Einfluss auf Aroma und Aussehen.

Regel 4: Seien Sie wählerisch beim Glas

Es ist gerade kein sauberes Weizenglas zur Hand, also tut‘s auch der Krug? Mitnichten! Die Form des Glases hat erheblichen Einfluss auf die Entfaltung des Aromas!

Außerdem ist zu beachten: Ein Bierglas wird am besten von Hand mit warmem Wasser und einem kleinen Tropfen Spülmittel gereinigt. Danach kurz mit kaltem Wasser nachspülen und dann abtropfen lassen, keinesfalls abtrocknen! Fettrückstände im Glas gefährden die Haltbarkeit der Schaumkrone. Deshalb nicht mit den Fingern ins Glas fassen.

Regel 5: Einschenken mit Gefühl

Ein gutes Pils braucht zum perfekten Einschenken keine 7, sondern nur etwa 1 bis 2 Minuten. Der erste Schritt zum Biergenuss lautet: Schwungvoll einschenken! Das saubere, mit kaltem Wasser ausgespülte Glas leicht schräg halten und zirka zwei Drittel füllen. Jetzt warten, bis sich der Schaum ein wenig setzt und dann das Glas auffüllen. Achtung: Nie die Flasche ins Bier halten! Wenn der zweite Schaumring kompakt ist, wird als Krönung die letzte Schaumhaube aufgesetzt.

Übrigens: Ein gut eingeschenktes Bier behält bis zum letzten Schluck einen Rest Schaum.

Quelle: Deutscher Brauer Bund


Verantwortung für guten Geschmack:

Unser Bier-Sommelier Heinz Kühnlein ist Gebietsverkaufsleiter bei der Neumarkter Lammsbräu und seit 2009 für den Landkreis und die Stadt Neumarkt zuständig. Er betreut Getränkefachhändler, Getränkemärkte, Naturkostläden, Einzelhändler, die Gastronomie und wirbt neue Kunden.

Herr Kühnlein, warum haben Sie den Sommelier-Kurs absolviert?
"Bier ist für mich ein faszinierendes Getränk. Die Geschichte, die Traditionen der Brauereien, die Herstellung, die Rohstoffe und die Vielfalt. Da wollte ich einfach mehr darüber lernen. Außerdem fiel es mir schwer, den Geschmack der verschiedenen Biere zu beschreiben. Jetzt weiß ich: Eigentlich ist alles ganz einfach, man muss nur seine Nase überall reinstecken und Gerüche bewusst wahrnehmen."

Wie reagieren andere darauf, wenn Sie beispielsweise behaupten, ein Bier habe eine Marzipan-Note?
"Wenn ich mit Kunden oder Freunden darüber spreche, werde ich anfangs etwas belächelt. Aber auch das sehe ich als meine Aufgabe als Bier-Sommelier: Die Sinne und Wahrnehmung der Verbraucher zu schärfen. Ein ganz großes Potenzial sehe ich hier übrigens bei den Frauen. Sie sind grundsätzlich neugieriger als Männer und nicht so voreingenommen. Aber auch Männer, die sich darauf einlassen, entdecken an ihrem Lieblingsbier plötzlich völlig neue Seiten."

Was macht ein Bier perfekt?
"Zunächst muss es sortentypisch ohne Fehler sein. Farbe, Aussehen, Aroma und Geschmack müssen also dem Bier-Typ entsprechen. Und dann muss es einen eigenen Charakter haben, der es von anderen Bieren abhebt. Letztendlich entscheidet der persönliche Geschmack."

Wie wirkt sich Ihr Spezialwissen auf Ihren Arbeitsalltag aus?
"Natürlich gewaltig! Ich habe schon bei vielen Gastronomen die Getränkekarte mit Sortenbeschreibungen optimiert, wie es der Gast von einem guten Wein erwartet. Bei Bier-Culinarien empfehle ich während eines 5-Gänge-Menüs zu jedem Gericht das passende Bier. Die Beschreibungen unserer Lammsbräu-Biere habe ich komplett überarbeitet, sie sind neuerdings auf jeder Flasche zu finden. Aktuell bin ich dabei, das Gläser-Sortiment für unsere Gastronomie zu optimieren – besondere Biere brauchen besondere Gläser."

Was ist Ihr Lieblings-Bier?
"Früher hätte ich ganz klar gesagt: ein Weißbier. Das passt eigentlich immer. Doch heute probiere ich vieles neu aus. Ich wähle zu einem bestimmten Essen ganz gezielt einen speziellen Bier-Typ aus. Das hat mir schon oft die Augen geöffnet."

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